Ola chicos,
hier einmal ein paar Zeilen zu meine 10 Tagen in Teneriffa.
Ich hatte meine Unterkunft in der Nähe von Puerto de la Cruz, also relativ zentral an der Westküste.
Ich konnte mich nicht so richtig für einen Spot entscheiden, deswegen bin ich dann dort gelandet.
Der naheliegendste Spot war der playa del Soccorro. Dort war ich insgesamt 5 Mal bei teilweise wirklich
Top Bedingungen laut FC. Ich bin dort nicht wirklich gut klargekommen, denn auch früh morgens war es doch relativ voll. Für die breite des Strandes waren es dann maximal 2-3 Peaks. Man konnte sich natürlich auch mittig positionieren,
hatte dann einen schnellen Takeoff, wurde aber auch schnell vom Closeout gefressen.
Dann war ich zweimal weit oben im Norden bei Bajamar. Dort habe ich beim ersten Mal ca. 1 Stunde gebraucht, um heraus zu finden wie die Surfer im Lineup überhaupt runter zum Strand gekommen sind. Die riesen Bucht war nämlich von einer Steilküste umgeben (wie soviele Straände und Buchten auf Teneriffa). Nur per Zufall habe ich irgendwann einen Surfer in dem Ort mit Brett und Neo gesehen, dem ich einfach gefolgt bin. Der Zugang war dann ein verlassenes kaputtes Hotel. Guter Surf, allerdings an den beiden Tagen relativ klein und eher für Longoarder geeignet. Den Spot hätte ich gerne bei höhrem Swell gesehen.
Ich war natürlich auch ganz im Süden bei den ganzen Spots rund um Playa las americas. Eine absolute Wellenmaschine. Ich habe noch nie soviele Topwellen an einem Spot gesehen. Allerdings war es dort auch brechendvoll. Es ist an dieser riesen Riffplatte unheimlich schwer zu erkennen, welcher Spot nun welcher ist. Ich bin beim ersten Mal zu einem rausgepaddelt, der relativ dünn besetzt war im Vergleich zu den anderen.
Eine linke Welle die ich so bisher nur selten gesehen habe. Nachdem ich dort meine erste Welle hatte (eher in der Inside), dachte ich schon den Anderen an den vollen Spots ein Schnäppchen geschlagen zu haben. Bei der zweiten Welle die ich angepaddelt habe, wurde ich aber direkt angeschnauzt.
Nach einer halben Stunde war mir klar wo ich gelandet bin. Es war die la izquierda, die geile Linke an der Surftouris nicht wirklich geduldet werden. Nach dem ich das kapiert habe, war ich relativ defensiv. Habe nur ab und an mal eine in der Inside bekommen. Draussen war es quasi unmöglich.
Etliche Surfer wurden weggeschickt. Nicht super aggressiv, eher erklärend und sehr deutlich.
Am Abflugstag stand ich mit erstem Licht wieder an der Izquierda. Leider um einen Meter kleiner, aber immer noch richtig gut. Zwar war ich nicht der Erste im Wasser, aber die Welle habe ich mir nur mit 3 Anderen geteilt.
Insgesamt eine Ecke, wo man defintiv um seine Wellen kämpfen muss. Habe ich bis dato so auch noch nicht erlebt wie dort.
Meinen persönlichen Lieblungsspot habe ich aber in den Tagen durch die viele Herumfahrerei auch noch gefunden. Ein Spot der eigentlich auch im Netz zu finden ist, an den Tagen an denen ich da war, aber quasi leer war. Alles mit steinigem Untergrund, kleinem Run über eine Bananenplantage
und dann rein in das Vergnügen. Teilweise längere rechte Ritte, die nur durch die Steine im Wasser Richtung Strand abgebrochen werden mussten.
Insgesamt muss man schon so einige Kilometer abreissen. Viele Km waren auch umsonst, denn die ausgeguckten Spots über Maps waren meist einfach ohne Kletterausrüstung nicht zugänglich. Abentuerliche steile Sackgassen, die mein Fahrkönnen mächtig auf die Probe gestellt haben.
Ich weiss garnicht, wie ich den Mietwagen kratzerfrei zurück gebracht habe.
Aber wenn man sich davon nicht demotivieren lässt, kann man auch Spots finden, wo man schöne Wellen ganz
alleine surfen kann.
Ich werde mir sicherlich auch noch einmal Gran Canaria anschauen, damit ich dann alle größeren kanarischen Inseln einmal gesehen habe. Alles in allem war es ein toller Trip mit vielen guten Wellen, shortywarmen Wasser und gutem Essen.